09.08.2019
Kurs 22 feiert Examen

Eine besondere Abschiedsstimmung schwang in diesem Jahr bei der Examensfeier in der Physiotherapieschule Sanitas in Bad Mergentheim mit: zum einen wurden die erfolgreichen Absolventen von Kurs 22 in ihr Berufsleben als Physiotherapeuten verabschiedet. Zum anderen nahm Prof. Dr. Werner Romen zum letzten Mal als Ärztlicher Leiter an der Examensfeier teil. Nach 15 Jahren wird er seine Aufgaben in der Physiotherapieschule Sanitas abgeben.
Die Leiterin der Physiotherapieschule Sanitas, Gabriele Weidner, gratulierte in ihrer Begrüßung den frisch examinierten Physiotherapeuten: "Herzlichen Glückwunsch, Sie haben alles richtig gemacht, als Sie sich für diese Ausbildung entschieden haben und müssen sich in den kommenden Jahren keine Sorge um einen Arbeitsplatz machen. Ich freue mich, gut ausgebildete Physiotherapeuten an die künftigen Arbeitgeber abgeben zu können." In der Physiotherapie sei sehr viel Empathie und Zuversicht für den Patienten notwendig. "Diese positive Energie spüren die Patienten und dann werden sie auch wieder zu Euch kommen." Sie wünschte den Absolventinnen und Absolventen viel Spaß an ihrem Beruf und alles Gute für die Zukunft.
Besonderer Zusammenhalt im Kurs
Raymond
Valck, physiotherapeutischer Leiter der Fachschule, verwies in seiner Ansprache
auf den besonderen Zusammenhalt unter den Schülerinnen und Schülern von Kurs
22. "Die 22 steht in der Zahlensymbolik für Frieden und Hoffnung und das trifft
auch auf diesen Kurs zu." Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe sich der Kurs
gemeinsam aufgemacht und am Ende gute Abschlüsse erreicht.
Immer eine Schulter zum Anlehnen
Auch
Klassensprecherin Sherilyn Kraft erinnerte in ihrer Ansprache an die "vielen
guten gemeinsamem Momente" der zurückliegenden drei Ausbildungsjahre. "Wir
haben jedes Problem gemeinsam analysiert und dann überwunden, immer gab es eine
Schulter zum Anlehnen." Sie habe ihre Mitschülerinnen und Mitschüler als
Menschen kennengelernt, die nur mit guten Worten über einander sprechen. "Jetzt
bleibt eine große Lücke zurück." Sie dankte allen Lehrern sowie Eltern und
Freunden für die Förderung und Unterstützung.
Theoretische und praktische Ausbildung
Die
Ausbildung zum Physiotherapeuten dauert drei Jahre und beginnt zunächst mit
einem sechsmonatigen theoretischen Unterricht in den Fächern Anatomie, Physiologie
und allgemeine Krankheitslehre. Anschließend folgen Praxiseinsätze in
verschiedenen Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Physiotherapiepraxen, die immer
von theoretischem Unterricht begleitet werden. Den Abschluss bilden
schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen.
Gute Zukunftsperspektive für Physiotherapeuten
Der Ärztliche
Leiter der Schule Prof. Dr. Werner Romen gratulierte den jungen
Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in seiner Ansprache zum bestandenen
Examen. "Sie haben eine wertvolle Ausbildung erhalten, die Ihnen einen guten
Beruf und ein gutes Einkommen sichert. Sie werden gebraucht und erwartet",
sagte er. In den vergangenen Jahren hätten sich die Schülerinnen und Schüler
deutlich entwickelt. "Sie sind heute glückliche Berufsanfänger, die gelernt
haben, dass Leben fortwährendes Lernen, Arbeiten und sich Weiterentwickeln
bedeutet." Er gratulierte auch den anwesenden Eltern und Freunden, die stolz
sein könnten auf die frisch Examinierten.
Abschied vom Ärztlichen Leiter Prof. Dr. Werner Romen
Er selbst
verabschiede sich nach 15 Jahren von der Physiotherapieausbildung. "Ich gehe
jetzt, aber ich verschwinde nicht. Ich hoffe, Sie behalten mich als lästigen
Fragesteller in Erinnerung und als einen Berater und Lehrer, der Wissen und
Zusammenhänge vermittelt hat." Er habe bei seiner Lehrtätigkeit immer versucht,
seine Vorstellungen von guter Medizin für den Menschen zu vermitteln.
Abschließend dankte Prof. Dr. Romen den Kolleginnen und Kollegen sowie der
Leiterin Gabriele Weidner für die jahrelange gute Zusammenarbeit und wandte
sich zuletzt mit einem sehr persönlichen Dank an seine Frau, die ihn in all den
Jahren immer unterstützt habe.
Dank an Lehrer, Berater und Mentor
Für die
Physiotherapieschule Sanitas Tauberfranken würdigte Geschäftsführer Thomas
Wigant den scheidenden Ärztlichen Leiter. Nach seiner Zeit als langjähriger Chefarzt
der Pathologie und als Ärztlicher Direktor des Caritas-Krankenhauses sei Prof.
Dr. Romen in vielfältiger Weise aktiv geblieben, u.a. als Präsident des DRK-Kreisverbands
Bad Mergentheim, als Professor an der Dualen Hochschule sowie als Lehrer und
Ärztlicher Leiter an der Physiotherapieschule Sanitas. "Sie haben Medizin immer
als Engagement für den Menschen verstanden und dies auch so weitergegeben."
Dies entspreche der ursprünglichen Bedeutung des griechischen Wortes Therapeut als
"Jemandes Diener sein, sich in den Dienst anderer stellen". Dieses Verständnis
von Therapie habe Prof. Dr. Romen immer angetrieben. "Sie waren für Schüler und
Kollegen immer Berater, Mentor, Lehrer, Mahner und Förderer, der mit Rat und
Tat zur Seite stand. Herzlichen Dank, dass Sie das über so viele Jahre getan
haben." Wigant dankte auch Frau Romen für viel Verständnis, Geduld und die jahrelange
Unterstützung im Hintergrund. Dem Ehepaar Romen wünschte Wigant für den weiteren "Unruhestand" viel
Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.
Standing Ovations zum Abschied
Dem
herzlichen Dank schlossen sich auch Schulleiterin Gabriele Weidner, die Lehrerinnen
und Lehrer sowie die Schüler an, die sich mit warmem Beifall und "Standing
Ovations" von Prof. Dr. Romen verabschiedeten.
Traumnote geschafft
14
Schülerinnen und Schüler haben das Examen als Physiotherapeut und
Physiotherapeutin erfolgreich bestanden,
darunter Melanie Iwansky mit der Traumnote 1,0 und Leonie Bundschuh mit einem
hervorragenden Schnitt von 1,3.
Die Namen der Absolventen:
Leonie Bundschuh, Elisabeth David, Theresa
Döppler, Sören Hofmann, Melanie Iwansky, Lara Luisa Klante, Sherilyn Kraft, Christin Lauer,
Celine Lesch, Peter Marquardt, Maximilian Schild, Melissa Schmidt, Laura Streitberger, Laura Weiß


